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CIP/SIP-Reinigung

Überall, wo mit Lebensmitteln gearbeitet wird, muß der Arbeitsplatz gereinigt und sauber gehalten werden. Hierbei werden nicht nur die sichtbaren Verschmutzungen beseitigt, sondern auch die „unsichtbaren“ Verunreinigungen. Ein Lebensmittel kann durch eine Vielzahl unterschiedlicher Mikroorganismen verändert werden. Einige Veränderungen sind erwünscht, wie bestimmte Schimmelpilze im Weichkäse oder die Kulturen im Joghurt. Einige dieser mit dem bloßen Auge nicht sichtbaren Kleinstlebewesen können unter Umständen aber großen Schaden anrichten.

Aus diesen Gründen wird gerade in Lebensmittelbetrieben auf höchste Sauberkeit geachtet. Dies wird auch durch Gesetze und Verordnungen unterstützt und geregelt. In diesem Zusammenhang ist die Bezeichnung „Hygienic Design“ entstanden. Der Gesetzgeber sieht eine bauartbedingt optimale Reinigung und Reinigbarkeit aller mit dem Lebensmittel in Kontakt  stehenden Oberflächen vor. Um nicht alle Einzelteile demontieren zu müssen, gibt es die Möglichkeit der CIP- Reinigung (Cleaning In Place). Dieser Reinigungsvorgang besteht aus mehreren Schritten, die sich je nach Anwendung unterscheiden. Ein typischer Ablauf einer CIP-Reinigung sieht wie folgt aus:

1. Spülen mit Wasser
2. Reinigen mit Lauge
3. Spülen mit Wasser
4. Reinigen mit Säure
5. Spülen mit Wasser

Damit eine CIP-Reinigung funktioniert, müssen mehrere Kriterien erfüllt werden. Der wichtigste Faktor ist die Fließgeschwindigkeit. Sie muß stets über 2 m/s liegen. Durch diese turbulente Strömung werden die Wände der Gerätschaften durch Verwirbelungen „mechanisch“ gereinigt. Weitere wichtige Parameter sind die Temperatur und die Konzentration der Reinigungsmedien sowie deren Anwendungsdauer. In der Praxis werden tensidhaltige Lösungen (meist NaOH und HNO3) mit Temperaturen zwischen 60° C und 95° C und Konzentrationen von 0,5% bis 3% eingesetzt.

Die zu reinigenden Geräte, Leitungen und Maschinen sollten möglichst totraumfrei gestaltet sein und ein gutes Durchspülungsverhalten aufweisen. Außerdem sollte die Oberflächenbeschaffenheit so fein wie möglich gehalten werden, um ein Festsetzen von Schmutz, Produktresten und Organismen in Spalten und Nischen zu verhindern. Hierzu wird besonders auf glatte Schweißnähte und auf eine produktberührte Oberflächenrauhigkeit von unter 0,8 µm Wert gelegt (die Hygienepumpe der RD-Baureihe weist eine Rauhigkeit von 0,4 µm auf!).

Die Reinigbarkeit kann in Untersuchungen nach den EHEDG-Richtlinien (European Hygienic Equipment Design Group) bestimmt werden. Diese Methode bewertet die konstruktive Gestaltung von Bauteilen oder Anlagenteilen im Vergleich zu einem geraden Rohr mit definierter Oberflächenrauheit (z.B. k= 0,8 µm). Die Lebensmittelechtheit und –verträglichkeit von Materialien und Anlagen wird oft nach FDA (Food and Drug Administration), den Vorgaben der amerikanischen Lebensmittelbehörde, geprüft.

Bei hygienisch sehr anspruchsvollen Reinigungsanwendungen wird für jeden Produktstrom ein eigenes Reinigungssystem benutzt, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden. Bei höchsten Anforderungen an die Hygiene kann nach der Reinigung eine Sterilisation (SIP = Sterilisation in Place) folgen. Diese ist durch Einsatz von Chemikalien zu erreichen, was heute wegen des zunehmenden Kosten- und Umweltbewustseins eher vermieden wird. Eine weitere Möglichkeit der Sterilisation besteht im Dämpfen der Anlage. Hierbei hängt der Erfolg des Sterilisiervorganges von der Temperatur und der Dauer des Dämpfens ab. Zur Zeit wird bei 125-145° C über einen Zeitraum von 10 – 30 Minuten mit Sattdampf (2,32 – 4,16 bar) sterilisiert.

Abschließend ist zu vermerken, dass in allen unseren ViscoTec- Lebensmittelpumpen ausschließlich medienberührte Teile mit FDA-Konformität Verwendung finden. Zusätzlich haben die Dosierpumpen der RD-Baureihe durch die Universität München-Weihenstephan Anfang 2000 den EHEDG-Test bestanden.

Alle im Lebensmittelbereich eingesetzten ViscoTec Pumpen der Baureihen VFL und RD können über einen CIP-Kreislauf gereinigt und auch mittels Sattdampf SIP-sterilisiert werden.


 
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