Automatisierung in der Luft- und Raumfahrt

Am Beispiel Honeycomb Potting

ViscoTec steht seit seiner Gründung 1997 für automatisierte und präzise Dosiertechnik in den verschiedensten Bereichen und Industrien. Seit einigen Jahren auch in einem ganz besonderen Bereich – der Luft- und Raumfahrt. Warum ist dieser Bereich so besonders und welche Herausforderungen bestehen hier?

Weitere Informationen finden Sie unten im Text und im Video Interview mit Simon Widderich, Business Development Aerospace bei ViscoTec:

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Obwohl ViscoTec bereits seit 23 Jahren besteht, liegt der Fokus auf dem Bereich Luftfahrt erst seit den letzten Jahren. Das liegt daran, dass der Automatisierungsgrad in der Herstellung von Flugzeugen bei Weitem nicht so weit vorangeschritten ist wie man vermuten würde. Zwar ist jedes Flugzeug heutzutage ein modernes Wunder der Technik, in der Produktion jedoch finden noch viele Herstellungsprozesse manuell statt. Gründe dafür sind zum einen die Stückzahlen, die weitaus geringer sind als beispielsweise in der Automobilindustrie. Zum anderen aber auch die Komplexität der Prozesse. Speziell bei Produktionsschritten, in denen Fluide aufgetragen werden müssen, gibt es besondere Materialeigenschaften, die viele Herausforderungen mit sich bringen.

Herausfordernde Materialeigenschaften

Werfen wir hierzu einen Blick auf Potting-Materialien: Dabei handelt es sich um Epoxidharze, die beispielsweise in Sandwichstrukturen gefüllt werden. Sie sollen bei möglichst geringer Gewichtszunahme mehr Stabilität verleihen. Die chemischen Bestandteile und Komponenten, die diese Materialien ausmachen, sind auch dafür verantwortlich, dass es sich um sehr hochviskose Materialien handelt. Sie sind zähflüssig eingestellt, sodass sie dem Werker beim Auftrag nicht davonfließen. Genau diese Eigenschaft erschwert jedoch heutzutage die Automatisierung. Denn je hochviskoser ein Material, desto schwieriger die automatisierte Verarbeitung.

Anforderungen an Dosiermaterialien

Eine von vielen Anforderungen an die Materialien ist es, eine möglichst geringe Dichte aufzuweisen. Denn jedes Gramm Gewicht im, in und am Flugzeug, führt zu einem höheren Kerosinverbrauch in der Luft. Und damit wieder zu höheren Kosten. Um die gewünschte geringe Dichte zu erreichen, werden den Materialien Hohlkugeln beigemischt. Diese bestehen entweder aus Glas oder Kunststoff und sind extrem leicht. Sie weisen sehr sensible Eigenschaften auf und können bei zu hoher Beanspruchung zerstört werden, was wiederum einen Anstieg der Dichte zur Folge hätte.

Dosiererfolge mit dem Endloskolben-Prinzip

Aber genau hier zeichnet sich die ViscoTec Pumpentechnologie aus. Denn mit der Exzenterschneckenpumpe lassen sich auch sehr hochviskose Materialien (mit bis zu 7.000.000 mPas) präzise und prozesssicher fördern. Der Umgang mit den Medien ist dabei sehr schonend. Diese Fähigkeiten ermöglichen es, sogar sehr hochviskose Potting-Materialien mittels einem Entnahmesystem automatisiert aus dem Gebinde zu fördern und das Medium präzise und volumetrisch über ein Dosiersystem aufzutragen.

Zwar werden mittlerweile von Materialherstellern neue Materialien entwickelt, die sich leichter verarbeiten lassen. An den grundsätzlichen Eigenschaften, nämlich einer relativ hohen Viskosität sowie der Füllung mit Hohlkugeln, ändert sich jedoch nichts. In Folge kann das ViscoTec Endloskolben-Prinzip weiterhin seine entscheidenden Vorteile ausspielen. Genau das bestätigen auch zahlreiche Tests im hauseigenen Technikum, bei denen die Dosierbarkeit von Fluiden und Pasten nachgewiesen wird. Und es geht noch mehr: „Unsere Kunden wollen im Vorfeld nicht nur die reine Dosierbarkeit der Medien, sondern auch den gesamten Materialauftragsprozess abgebildet sehen. Daher haben wir unsere Räumlichkeiten mit entsprechendem Equipment wie Achssystemen und Robotern ausgestattet, um diesem Wunsch nachzukommen.“, beschreibt Simon Widderich, Business Development Aerospace bei ViscoTec, den steigenden Anspruch in der Dosiertechnik. „Speziell in der Luftfahrt – einer sehr sicherheitsbedachten Branche – gilt es, jegliche Risiken im Vorfeld auszuschließen. Und dabei wollen wir unsere Kunden bestmöglich unterstützen“.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Dosieranwendungen in der Luft- und Raumfahrindustrie.

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