Mehr als zwei Jahrzehnte technologische Prägung – Kontinuität in der Unternehmensführung
Nach genau 23 Jahren im Unternehmen verlässt der technische Geschäftsführer Martin Stadler ViscoTec. Die Gesamtverantwortung übernimmt ab sofort der bisherige kaufmännische Geschäftsführer Franz Kamhuber, der damit für Kontinuität und Stabilität in der Führung des Unternehmens steht.
Der scheidende technische Geschäftsführer Martin Stadler trat Anfang der 2000er-Jahre als 21. Mitarbeiter in das damals noch junge Unternehmen ein. Seitdem hat sich ViscoTec zu einem weltweit agierenden Spezialisten für Dosiertechnik entwickelt. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 350 Mitarbeitende, der Umsatz hat sich in dieser Zeit mehr als verzehnfacht.
„Eine solche Entwicklung entsteht durch Menschen mit Mut, Visionen und Freude an ihrer Arbeit“, blickt Martin Stadler zurück. Er prägte die technische Ausrichtung von ViscoTec maßgeblich – von der kontinuierlichen Erweiterung des Produktportfolios über die Entwicklung innovativer Entgasungssysteme bis hin zur stetigen Optimierung komplexer Dosierprozesse. „Ich bin dankbar, diese Entwicklung miterlebt und mitgestaltet zu haben. Die Lorbeeren gehören allen, die daran mitgewirkt haben.“, so Stadler weiter.
Anerkennung für fachliche Tiefe und Führungsstil
Im Rahmen der internen Verabschiedung würdigte der kaufmännische Geschäftsführer Franz Kamhuber insbesondere die außergewöhnliche fachliche Tiefe und das ausgeprägte verfahrenstechnische Verständnis seines langjährigen Kollegen Martin Stadler. Über viele Jahre hinweg war der technische Geschäftsführer eine zentrale Anlaufstelle für technische Fragestellungen – von der Produktentwicklung über die Auslegung kompletter Anlagen bis hin zur Analyse laufender Systeme.
Auch seine klare, direkte Kommunikation sowie sein konsequentes Kostenbewusstsein hätten das Unternehmen nachhaltig geprägt. Entscheidungen stets im Sinne eines ausgewogenen Kosten-Nutzen-Verhältnisses zu treffen, zählte zu seinen wichtigsten Leitprinzipien.
Darüber hinaus hob Kamhuber die Bodenständigkeit seines Kollegen hervor: Trotz des starken Wachstums und internationaler Erfolge sei Martin Stadler stets nahbar geblieben und habe großen Wert auf offene Türen, fachlichen Austausch und gemeinsames Arbeiten gelegt.
Abschied von ViscoTec – Fokus auf private Projekte
Mit seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen schlägt Martin Stadler ein neues Kapitel auf. Künftig wird er sich privaten Projekten widmen, für die in den vergangenen Jahren wenig Zeit blieb, und zugleich vor allem die Familie, aber auch persönliche Interessen stärker in den Mittelpunkt rücken.
Klare Perspektive für die Zukunft
Mit der Übergabe der Gesamtverantwortung an den bisherigen kaufmännischen Geschäftsführer Franz Kamhuber setzt ViscoTec bewusst auf Kontinuität und die konsequente Weiterführung der strategischen Ausrichtung. Dieser bedankte sich für die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit und betonte, wie sehr das Unternehmen von der technischen Expertise und der Führung seines Kollegen profitiert habe.
Gleichzeitig stärkt ViscoTec seine Managementstruktur: Mit dem Ausscheiden des technischen Geschäftsführers wurden die beiden Bereichsleiter Josef Donislreiter und Florian Wagner mit Einzelprokura ausgestattet. Gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer bilden sie künftig das Management Board und lenken die Geschicke des Unternehmens in enger Abstimmung. Damit setzt ViscoTec auf eine klare Aufgabenverteilung, kurze Entscheidungswege und eine enge Verzahnung von kaufmännischer und operativer Verantwortung.
Auszug aus dem Abschiedsinterview mit Martin Stadler:
Wie sind Sie damals zu ViscoTec gekommen – und was hat Sie überzeugt?
„Nach meinem Maschinenbaustudium gab es Anfang der 2000er-Jahre wenig passende Stellen. ViscoTec war damals noch ein kleines, unbekanntes Unternehmen – aber modern, offen und voller Potenzial. Das hat mich sofort angesprochen.“
Welche Entwicklungen oder Projekte haben Sie besonders geprägt?
„Über die Jahre haben wir ein breites Portfolio für das präzise Dosieren anspruchsvoller Medien aufgebaut. Besonders stolz bin ich auf unsere Entgasungssysteme, die in vielen Anwendungen erst eine zuverlässige Automatisierung ermöglichen.“
Gibt es ein Projekt, an das Sie sich besonders gern erinnern?
„Da gibt es sehr viele. Mein erstes großes Projekt war eine Dosieranlage für einen deutschen Automobilhersteller – faszinierend zu sehen, wie Fahrzeuge produziert werden. Ein weiteres prägendes Projekt war eine Anlage zur aseptischen Abfüllung von Tiernahrung in England. Das war technisch extrem herausfordernd, aber am Ende ein großer Erfolg.“
Welche Werte waren Ihnen als technischer Geschäftsführer wichtig?
„Offenheit, Direktheit und der Mut, Dinge kritisch zu hinterfragen. Mir war immer wichtig, dass Mitarbeitende ihre Meinung sagen und wir gemeinsam die beste Lösung finden. Und ein Grundsatz gilt in unserem Geschäft immer: Die Physik lässt sich nicht ausschalten.“
Was werden Sie am meisten vermissen?
„Ganz klar: die Kolleginnen und Kollegen. Der tägliche Austausch, das gemeinsame Lachen und das Engagement, wenn es darauf ankommt.“
Welchen Rat geben Sie dem Führungsteam mit auf den Weg?
„Authentisch bleiben, dem eigenen Bauchgefühl vertrauen und Freude an der Arbeit behalten.“