Optimiertes Sealing in der Flugzeugfertigung

Potentiale in Dosieranwendungen erkennen

Die Umwelt schonen, und gleichzeitig die Kosten reduzieren – ein Blick auf bestehende Dosierprozesse in der Luftfahrtbranche lohnt sich: Sie sind nur in wenigen Fällen auf dem aktuellen Stand der Technik. Besonders die Dosiertechnik, wenn es um optimiertes Sealing geht, kann verbesssert werden. Voraussetzung: Den Prozess ganzheitlich betrachten und eine individuelle Lösung erarbeiten. Dabei im Fokus stehende Anwendungen sind als Cap Sealing, Fillet Sealing, Interfay Sealing und Edge Sealing bekannt. Sie dienen vorrangig dem Abdichten von Treibstofftanks und Flugzeugstrukturbauteilen. An fast allen aus Metall oder CFK hergestellten Elementen sind eine oder mehrere Sealing-Anwendungen zu finden.

Optimiertes Sealing: Potential für Umweltschutz und Kostenreduzierung

Automatisiertes Sealing Anwendungsbeispiel Fillet Sealing

Automatisiertes Sealing Anwendungsbeispiel Fillet Sealing

Es ist üblich, manuelle 2K Anwendungen aus kleinen Gebinden zu versorgen. Hier kommen häufig Härterstab-Kartuschen oder sogenannte „pre-mixed frozen“ Kartuschen zum Einsatz. In beiden Fällen ist die Menge an zu entsorgendem Material üblicherweise relativ hoch. Das kann durch eine bedarfsgerechte Dosierung vermieden werden, die zum Beispiel durch den 2K Dosierkopf vipro-DUOMIX von ViscoTec möglich ist. Der Benutzer kann damit exakt die gewünschte Menge an Material anfordern, es entsteht kein umweltschädlicher und kostenaufwändiger Abfall.

Insgesamt verbessert sich durch den optimierten Prozess der Sealing Anwendungen aber nicht nur die Materialbereitstellung, sondern auch die Dosierung selbst. Beispielsweise könnten Robotik und ein leistungsfähiges Dosiersystem, das perfekt mit der Verfahrgeschwindigkeit des Roboters gekoppelt ist, völlig autark arbeiten. Das bedeutet, die Dosierung einer Dichtnaht kann auch ohne Werker hergestellt werden. Sowohl die daraus gewonnene Zeiteinsparung aber vor allem auch die Steigerung der Qualität des Dosierergebnisses sind beachtenswert. Neben einer permanenten Überwachung der Dosierparameter ist auch die Erfassung sämtlicher Daten möglich.

Automatisiertes Sealing Anwendungsbeispiel Cap Sealing

Automatisiertes Sealing Anwendungsbeispiel Cap Sealing

Die Dosierung von Dichtmaterialien setzt eine gewisse Expertise voraus. Die üblicherweise eingesetzten kompressiblen Polysulfide sind 2-komponentige Fluide, die in einem exakten Mischungsverhältnis vermischt werden müssen, um die vollständige Performance zu erreichen und den Spezifikationen zu entsprechen. Richtig spannend wird es bei der Dosierung besonders kleiner Mengen, wie es im Sealing Bereich üblich ist. Hier bietet die Exzenterschnecken-Technologie Vorteile gegenüber anderen Dosiersystemen, die mit Ventilen oder Zeit-Druck-Regelungen betrieben werden. Denn die rein volumetrische Dosierung kann hochpräzise und wiederholgenau durchgeführt werden und beinhaltet dabei nur ein Minimum an Verschleißteilen.

Dosierversuche im Technikum

Optimiertes Sealing: Dosierversuche im ViscoTec Technikum

Optimiertes Sealing: Dosierversuche im ViscoTec Technikum

Bei ViscoTec ist es Standard, Prozesse und Projekte im hauseigenen Technikum nachzustellen, zu simulieren und gemeinsam mit dem Kunden oder dem jeweiligen Materialhersteller zu qualifizieren. So wurden beispielsweise gemeinsame Versuche mit dem Materialhersteller Chemetall durchgeführt, bei denen das in der Branche gut bekannte Sealingmaterial Naftoseal MC-780 B-2 verwendet wurde. Es enthält winzige Polymerhohlkugeln und ist dadurch kompressibel – aus dosiertechnischer Sicht besonders herausfordernd! Unter Verwendung eines realen Bauteils aus einem Passagierflugzeug wurde eine Anwendung nachgestellt, um weitere Erfahrungen zu sammeln und mögliche Herausforderungen zu erkennen.

„Wir versuchen stets möglichst viel Anwendungswissen zu generieren. Dadurch können wir unseren Kunden bei der Automatisierung ihrer Prozesse bestmöglichen Support bieten“, sagt Simon Widderich, Business Development Manager Aerospace bei ViscoTec. Nicht nur der Materialauftrag stand im Fokus der Dosierversuche, sondern auch die Untersuchung der Materialeigenschaften des gemischten Mediums. Gemeinsam mit Chemetall wurden daher Analysen von den Dosierergebnissen durchgeführt. Heinz Burock, Aerospace Application Technologies Manager bei Chemetall über die Resultate: „Bisher unerreichte Präzision der vorgegebenen Mischungsverhältnisse bei allen Dosiermengen, sowie Skalierbarkeit der Anlage von der Kartuschen Abfüllung bis zur Anwendung des Mischkopfs auf einem Roboter mit Großkartuschen Versorgung, sind die herausragenden Merkmale dieser Technik.“

Video Dosierversuche mit Chemetall:

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