Sealing Dosiersystem für die Flugzeugfertigung

Krisen nutzen, um Potentiale in Dichtstoff Dosieranwendungen zu erkennen

Die Umwelt schonen, und gleichzeitig Kosten reduzieren – warum sich gerade jetzt ein Blick auf bestehende Sealing Dosierprozesse und Sealing Dosiersysteme in der Luftfahrtbranche lohnt: Die Flugzeugbranche durchlebt gegenwärtig eine Krise. Produktionsraten nehmen seit Anfang 2020 ab und Investitionen werden aufgeschoben. Eine mögliche und verständliche Strategie für betroffene Unternehmen kann sein, zwar Kapazitäten abzubauen aber an der Produktions- und Fertigungsart festzuhalten. Das Motto „weiter wie bisher“ birgt aber die Gefahr, dass längst überholte Techniken eine Art Bestandsschutz erfahren. Ein Schutz, der einem Unternehmen unter Umständen mehr schaden kann als gedacht.

Dichtstoffe dosieren – Prozesse überdenken

Dosierprozesse in der Fertigung der Luftfahrtbranche sind nur in wenigen Fällen auf dem aktuellen Stand der Technik. Oft werden Dichtstoffe und Klebstoffe noch manuell aufgetragen und aus kleinen Gebinden entnommen. Aus der Erfahrung lässt sich sagen: Egal, ob es sich um Anwendungen mit 1- oder 2-komponentigen Fluiden handelt, stets sind nach einer Analyse des Prozesses Verbesserungsmöglichkeiten erkennbar. Besonders die Dosiertechnik im Zusammenhang mit Sealing Anwendungen kann verbessert werden. Die Voraussetzung: Der Prozess wird ganzheitlich betrachtet und eine individuelle Lösung erarbeitet. Die dabei im Fokus stehenden Anwendungen sind als Cap Sealing, Fillet Sealing, Interface Sealing und Edge Sealing bekannt. Sie dienen vorrangig dem Abdichten von Treibstofftanks und Flugzeugstrukturbauteilen. An fast allen aus Metall oder CFK hergestellten Elementen sind eine oder mehrere Sealing Anwendungen zu finden.

Einige Beispiele sehen Sie hier im Video:

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Sealing Dosiersystem – Potential für Umweltschutz und Kostenreduzierung

Für manuelle 2K Anwendungen ist es üblich, dass diese aus kleinen Gebinden versorgt werden. Hier kommen häufig Härterstabkartuschen zum Einsatz, bei denen stets eine bestimmte Menge an Sealing Material angemischt werden muss, ganz gleich, ob diese Menge benötigt wird oder nicht. Nach der meist kurzen Verarbeitungszeit ist noch unverbrauchtes Restmaterial übrig, das entsorgt werden muss. Eine andere gängige Gebindeform sind hier als „pre-mixed frozen“ bekannte Kartuschen. Sie werden nach der Vermischung tiefgefroren, um die Reaktion des Materials zu unterbrechen und im Bedarfsfall aufgetaut. Wobei auch hier gilt: Sobald das Material zum Einsatz kommt, muss es verarbeitet werden. Ein erneutes Einfrieren ist nicht möglich.

In beiden Fällen wird üblicherweise viel an Dichtstoff oder Klebstoff Material entsorgt. Dies kann durch eine bedarfsgerechte Dosierung vermieden werden, die zum Beispiel durch den vipro-DUOMIX von ViscoTec möglich ist. Der Benutzer kann damit exakt die gewünschte Menge an Material anfordern, es entsteht kein umweltschädlicher und kostenaufwändiger Abfall. Kostenseitig ein zusätzlicher Pluspunkt: Dank der Verwendung einer bedarfsgerechten Dosierstation kann das Material in Großgebinden und damit zu besseren Konditionen eingekauft werden.

Anwendungsbeispiele für ein automatisiertes Sealing Dosiersystem in der Luft- und Raumfahrtproduktion:

Neue Möglichkeiten in Sealing Anwendungen

Insgesamt verbessert sich durch den optimierten Prozess der Sealing Anwendungen aber nicht nur die Materialbereitstellung, sondern auch die Dosierung selbst. Beispielsweise könnten Robotik und ein leistungsfähiges Sealing Dosiersystem, das perfekt mit der Verfahrgeschwindigkeit des Roboters gekoppelt ist, völlig autark arbeiten. Das bedeutet, die Dosierung einer Sealing Naht kann auch ohne Werker hergestellt werden. Sowohl die daraus gewonnene Zeiteinsparung aber vor allem auch die Steigerung der Qualität des Dosierergebnisses sind beachtenswert. Neben einer permanenten Überwachung der Dosierparameter ist auch die Erfassung sämtlicher Daten möglich.

Die Notwendigkeit, den Umgang mit Sealing Anwendungen zu verbessern, stand lange Zeit nicht im Fokus. Zum einen waren die Möglichkeiten in diesem Bereich nicht bekannt und zum anderen hatten Kosteneinsparungen nicht denselben Stellenwert wie heute. Die Dosierung dieser Dichtstoffe setzt eine gewisse Expertise voraus. Die üblicherweise eingesetzten kompressiblen Polysulfide sind 2-komponentige Fluide, die in einem exakten Mischungsverhältnis vermischt werden müssen, um vollständig auszuhärten und den Spezifikationen zu entsprechen. Richtig spannend wird es bei der Dosierung besonders kleiner Mengen, wie es im Sealing Bereich üblich ist. Hier bietet die Exzenterschnecken-Technologie Vorteile gegenüber anderen Dosiersystemen, die mittels Ventilen oder Zeit-Druck-Regelungen betrieben werden. Denn die rein volumetrische Dosierung – wie bei den ViscoTec Dichtstoff Dosiersystemen – kann hochpräzise und wiederholgenau durchgeführt werden.

ViscoTec hat sich auf die herausfordernden Dichtstoff und Klebstoff Dosieranwendungen in diesem Bereich spezialisiert. Gerade Kunden in der Luft- und Raumfahrtbranche haben ein stark ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein. Bei ViscoTec ist es deshalb Standard, Prozesse und Projekte im hauseigenen Technikum nachzustellen, zu simulieren und gemeinsam mit dem Kunden zu qualifizieren. Gemeinsam werden Lösungen entwickelt, um für die Herausforderungen der Branche gerüstet zu sein.